Wie sicher sind Öltanker wirklich?
Öltanker ein fahrendes Umweltrisiko?Wenn ein riesiges Ölschiff leck schlägt, sind die Folgen für die Umwelt verheerend. Deswegen müssen sich Mineralölunternehmen fragen lassen, wie sicher sind Öltanker wirklich?
Tankersicherheit
Die Tankersicherheit hat zugenommenAngesichts der zeitlichen Nähe des "Prestige"-Unglücks mag es widersprüchlich klingen, doch die Sicherheit von Öltankern hat in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen. Insgesamt reduzierte sich seit Beginn der 90er Jahre die Zahl der Tankerunfälle von jährlich etwa 1.000 auf 100. Ein Grund: Die vorgeschriebenen Sicherheitsregeln für Öltransporte sind deutlich verschärft worden: eine Folge des Untergangs der "Exxon Valdez" Ende der 80er Jahre vor der Küste Alaskas. Allerdings gelten diese Regeln nur bedingt international, weil viele Staaten bislang ihre Unterschrift verweigert haben.
Unkalkulierbarer Faktor
Der menschliche Faktor ist unkalkulierbarDoch selbst die schärfsten Sicherheitsmaßnahmen verringern höchstens das Risiko eines Unfalls – eine hundertprozentige Sicherheit kann es nicht geben. Warum das so ist? Betrachtet man die Ursache von Tankerunfällen in der Vergangenheit näher, so bleibt immer wieder ein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko. Denn bei vier von fünf Unfällen war menschliches Versagen die Ursache - im übrigen auch beim Unglück der "Exxon Valdez". Die Ermittlungen brachten ans Tageslicht, dass der Kapitän zum Zeitpunkt der Havarie nicht auf der Brücke war und unter Alkoholeinfluss gestanden hatte.
Heute gilt schon per Vertrag ein absolutes Alkoholverbot an Bord von Tankern. Um zum Beispiel den Offiziersnachwuchs auf die strengen Richtlinien einzuschwören, bildet BP selbst aus. Auch später bekommen die Kapitäne der BP regelmäßige Schulungen. Die Folgen fahrlässigen Handelns können nicht häufig genug vor Augen geführt werden. Verstößt ein Mitarbeiter gegen die Unternehmensrichtlinien, ist er die längste Zeit an Bord gewesen.

Videobeitrag zum Thema "Öltransporte auf See"
Hier können Sie sich den Videobeitrag zum Thema "Öltransporte auf See" im Flash Video Format anschauen."Doppelte Verpackung"
Öl muss doppelt verpackt werden:Gemeinsam in der Pflicht
Mineralölunternehmen und Politik gemeinsam in der PflichtBP lässt sich auch zukünftig die Sicherheit ihrer Flotte einiges kosten. Denn hier sieht sich die weltweit operierende Gesellschaft in der Verantwortung. Der größtmögliche Schutz der Umwelt ist allerdings nicht nur eine einseitige Verpflichtung für alle Mineralölunternehmen, sondern erfordert ein gemeinsames Handeln zusammen mit der Politik. Das heißt im Klartext: Beide Seiten sollten sich endlich auf einheitliche und international geltende Sicherheitsregeln verständigen, an die sich jeder Staat zu halten hat, der mit Öltransporten zu tun hat. Unternehmen wie BP leisten ihren Beitrag dazu. Schon heute entsprechen ihre Schiffe den Sicherheitsstandards, die eigentlich erst ab 2010 Gültigkeit haben.
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Weitere Hintergrund-Informationen zum Thema:Die letzte große Ölkatastrophe – die Havarie der "Prestige" vor der spanischen Atlantikküste – führte dazu, dass die Sicherheitsregeln für Öltransport erheblich verschärft wurden.
Lesen Sie hier, was die EU zu wichtigen Sicherheitsfragen zu sagen hat:
Eine umfangreiche Dokumentation zum "Prestige"-Unglück finden Sie hier:
Die Meinungen über Doppelhüllentanker sind kontrovers. Bilden Sie sich Ihre Meinung. Tanker mit doppelten Wänden seien rostanfälliger, so eine Expertenmeinung:
Das sich das Risiko eines Ölaustritts durch doppelte Wände erheblich reduziert, ist allerdings unbestritten. Wie ist ein Doppelhüllentanker technisch ausgerüstet?
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