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Wie sicher sind Öltanker wirklich?

Öltanker im Hafen
Öltanker – ein fahrendes Umweltrisiko?
Wenn ein riesiges Ölschiff leck schlägt, sind die Folgen für die Umwelt verheerend. Deswegen müssen sich Mineralölunternehmen fragen lassen, wie sicher sind Öltanker wirklich?
Der letzte größere Tankerunfall ereignete sich Ende 2002 mit der Havarie der "Prestige" vor der spanischen Atlantikküste. Über 65.000 Tonnen Schweröl flossen damals in den Atlantik und verseuchten weite Teile der nordspanischen und französischen Küste. Die Natur in der betroffenen Region wird noch Jahre brauchen, um sich von den Folgen dieser Umweltkatastrophe zu erholen.

Tankersicherheit

Die Tankersicherheit hat zugenommen

Angesichts der zeitlichen Nähe des "Prestige"-Unglücks mag es widersprüchlich klingen, doch die Sicherheit von Öltankern hat in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen. Insgesamt reduzierte sich seit Beginn der 90er Jahre die Zahl der Tankerunfälle von jährlich etwa 1.000 auf 100. Ein Grund: Die vorgeschriebenen Sicherheitsregeln für Öltransporte sind deutlich verschärft worden: eine Folge des Untergangs der "Exxon Valdez" Ende der 80er Jahre vor der Küste Alaskas. Allerdings gelten diese Regeln nur bedingt international, weil viele Staaten bislang ihre Unterschrift verweigert haben.

Unkalkulierbarer Faktor

Der menschliche Faktor ist unkalkulierbar

Doch selbst die schärfsten Sicherheitsmaßnahmen verringern höchstens das Risiko eines Unfalls – eine hundertprozentige Sicherheit kann es nicht geben. Warum das so ist? Betrachtet man die Ursache von Tankerunfällen in der Vergangenheit näher, so bleibt immer wieder ein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko. Denn bei vier von fünf Unfällen war menschliches Versagen die Ursache - im übrigen auch beim Unglück der "Exxon Valdez". Die Ermittlungen brachten ans Tageslicht, dass der Kapitän zum Zeitpunkt der Havarie nicht auf der Brücke war und unter Alkoholeinfluss gestanden hatte.

Heute gilt schon per Vertrag ein absolutes Alkoholverbot an Bord von Tankern. Um zum Beispiel den Offiziersnachwuchs auf die strengen Richtlinien einzuschwören, bildet BP selbst aus. Auch später bekommen die Kapitäne der BP regelmäßige Schulungen. Die Folgen fahrlässigen Handelns können nicht häufig genug vor Augen geführt werden. Verstößt ein Mitarbeiter gegen die Unternehmensrichtlinien, ist er die längste Zeit an Bord gewesen.

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Videobeitrag zum Thema "Öltransporte auf See"

Hier können Sie sich den Videobeitrag zum Thema "Öltransporte auf See" im Flash Video Format anschauen.

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"Doppelte Verpackung"

Öl muss doppelt verpackt werden:
Gut geschultes Personal ist die eine Sache. Investitionen in die Tankersicherheit eine andere. Aktuell läuft ein groß angelegtes Neubauprogramm der BP. Bis 2008 steckt das Unternehmen drei Milliarden Dollar in den Aufbau einer neuen Flotte. Bereits seit Anfang 2005 fahren alle BP eigenen Tanker doppelwandig – die "Prestige" und die "Exxon Valdez" hatten beide nur eine einzige Schutzwand. Die Doppelhüllentanker sind technisch derzeit das Non-plus-Ultra. Allerdings warnen einige Experten vor langfristigen Gefahren. Der Raum zwischen beiden Wänden sei anfällig für Rost. Deswegen benötigen doppelwandige Schiffe eine besondere Aufmerksamkeit bei der Wartung, so die einhellige Meinung der Fachleute.
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Gemeinsam in der Pflicht

Mineralölunternehmen und Politik gemeinsam in der Pflicht

BP lässt sich auch zukünftig die Sicherheit ihrer Flotte einiges kosten. Denn hier sieht sich die weltweit operierende Gesellschaft in der Verantwortung. Der größtmögliche Schutz der Umwelt ist allerdings nicht nur eine einseitige Verpflichtung für alle Mineralölunternehmen, sondern erfordert ein gemeinsames Handeln zusammen mit der Politik. Das heißt im Klartext: Beide Seiten sollten sich endlich auf einheitliche und international geltende Sicherheitsregeln verständigen, an die sich jeder Staat zu halten hat, der mit Öltransporten zu tun hat. Unternehmen wie BP leisten ihren Beitrag dazu. Schon heute entsprechen ihre Schiffe den Sicherheitsstandards, die eigentlich erst ab 2010 Gültigkeit haben.

Link-Liste

Weitere Hintergrund-Informationen zum Thema:

Die letzte große Ölkatastrophe – die Havarie der "Prestige" vor der spanischen Atlantikküste – führte dazu, dass die Sicherheitsregeln für Öltransport erheblich verschärft wurden.

Lesen Sie hier, was die EU zu wichtigen Sicherheitsfragen zu sagen hat:
Hier klicken

Eine umfangreiche Dokumentation zum "Prestige"-Unglück finden Sie hier:
http://www.panda.org/wwf_news/news/special_coverage/spain_oil_spill/
Eine Katastrophe ähnlichen Ausmaßes ereignete sich 1989 vor der Küste Alaskas. Damals zerbrach die "Exxon Valdez":
www.evostc.state.ak.us

Die Meinungen über Doppelhüllentanker sind kontrovers. Bilden Sie sich Ihre Meinung. Tanker mit doppelten Wänden seien rostanfälliger, so eine Expertenmeinung:
http://www.schule.de/bics/son/verkehr/presse/2004_1/v6041_34.htm

Das sich das Risiko eines Ölaustritts durch doppelte Wände erheblich reduziert, ist allerdings unbestritten. Wie ist ein Doppelhüllentanker technisch ausgerüstet?
http://weltderwunder.rtl2.de/wdw/Technik/Schiffe/Oeltanker
Wie ist die Flotte der BP aufgestellt?
Deutsche BP/Transportsicherheit auf See
Deutsche BP/Tankerneubau-Programm

Interessieren Sie sich für weitere Informationen rund um das Thema Öltanker und Tankersicherheit bei BP? Dann klicken Sie sich auf die internationale Shipping-Seite der BP:
www.bpshipping.com

Weiterführende Informationen

Interessieren Sie sich für weitere Informationen rund um das Thema Öltanker und Tankersicherheit bei BP?

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