Glossar
mbd
Maßeinheit - Abkürzung für million barrels per day (Millionen Barrel pro Tag)
mboe
Abkürzung für 1.000 barrel oil equivalent (englisch für Barrel Öl-Äquivalent)
Megawattpeak (kurz: MWp)
1 Megawattpeak entspricht 1.000 Kilowattpeak
Mehrbereichs-Motoröle und -Getriebeöle
Dies sind Schmieröle, die durch ihr sehr gutes Viskositäts-Temperatur-Verhalten für den ganzjährigen Einsatz in Kraftfahrzeugen gedacht sind; sie überdecken mehrere SAE-Klassen, für Mehrbereichs-Motoröle: 0W-40; 5W-30; 10W-30; 10W-40; 15W-40; 15W-50 usw., VI ca. 130 bis 170; für Mehrbereichs-Getriebeöle: 75W-90; 80W-90; 85W-140 usw., VI ca. 115 bis 135.
Merkaptane
Schwefelverbindungen im Rohöl, die einen schlechten Geruch verbreiten. Sie wirken korrodierend und müssen daher weitgehend im Raffinationsprozess entfernt oder in unschädliche Verbindungen umgewandelt werden.
Methan (chemische Formel: CH4)
Ein farb- und geruchloses, brennbares Gas. Es entsteht u.a. im Bodenschlamm von Sümpfen und Abwässern durch Einwirkungen von Bakterien (Faulgas). Es ist auch Bestandteil des Grubengases. Der Energieträger Erdgas besteht überwiegend aus Methan.
Methanol
Methanol (Methylalkohol, Siedepunkt 65 °C) ist einfachster Alkohol und nicht zu verwechseln mit Ethanol (Trinkalkohol). Methanol ist giftig und wird hauptsächlich in der chemischen Industrie eingesetzt.
Methyltertiärbutylether (kurz: MTBE)
Methyltertiärbutylether wird hauptsächlich als Klopfschutzmittel in Ottokraftstoffen zugesetzt. Es erhöht die Oktanzahl und führt dabei zu einer Verringerung der Klopfneigung des Ottomotors.
Mineralöle
Mineralöle bzw. Mineralöl-Produkte sind die aus dem mineralischen Rohstoff Erdöl und Kohle gewonnenen Destillations- und Raffinations-Produkte, die hauptsächlich aus Gemischen von gesättigten und evtl. geringen Mengen ungesättigten Kohlenwasserstoffen bestehen. Dies sind z.B. Leichtbenzin, Mittel- und Schwerbenzin, Dieselöl, Heizöl, Bitumen, Schmieröle. In der DIN 51603-Heizöl-Mindestanforderungen werden die Eigenschaften vorgeschrieben. Bestimmte Grenzwerte müssen eingehalten werden, diese unterscheiden sich unter anderem stark in ihren chemische-physikalischen Eigenschaften.
Mineralölsteuer
Eine Finanzabgabe, die sowohl für im Inland hergestellte als auch für importierte Mineralölprodukte erhoben wird. Für bestimmte Verwendungszwecke, z.B. für die nichtenergetische, chemische Verwendung bei der Weiterverarbeitung, fällt diese Steuer nicht an. In anderen Fällen, wie z.B. bei der Verwendung im Heizsektor, wird sie ermäßigt. Man unterscheidet bei der Mineralölsteuer nach den Produkten: Unverarbeitetes Mineralöl (Rohöl), leichte Öle (u.a. Benzin, Testbenzine), mittelschwere Öle (Petroleum, Kerosin, Leuchtöl) und schwere Öle (Gasöl, Heizöl und Schmieröle je nach Raffinationsgrad). Die einzelnen Produktgruppen werden unterschiedlich hoch besteuert.
Mitteldestillate
Mineralölprodukte, die bei der Destillation im sogenannten mittleren Siedebereich zwischen 180 °C und 360 °C anfallen. Die Hauptprodukte sind leichtes Heizöl und Dieselkraftstoff.
Modul (siehe Solarmodul)
Modulwirkungsgrad (siehe Wirkungsgrad)
Molch (siehe Reinigungsmolch)
Monokristalline Technologie
Aus hoch reinem Silizium wird ein Siliziumstab gewonnen, der in Scheiben gesägt wird. Das Verfahren ist recht aufwändig, garantiert aber einen hohen Wirkungsgrad.
Monosaccharide (Einfachzucker)
Monosaccharide oder auch Einfachzucker sind die Grundbausteine der Kohlenhydrate.
Montagesystem (siehe Tragekonstruktion)
Motoröle
Motoröle dienen vorrangig zur Schmierung der relativ gegeneinander bewegten Teile in Verbrennungskraftmaschinen (Otto-Motoren, Diesel-Motoren).
Die Hauptaufgaben eines Motoröls:
Die Hauptaufgaben eines Motoröls:
- Übertragung von Kräften
- Schutz vor Verschleiß
- Schutz vor Korrosion
- Feinabdichtung des Brennraumes
- Wärmeabtransport
Mte (siehe auch kte, CO2e)
Abkürzung für direkte Treibhausgas-Emissionen pro Produktionseinheit im Bereich Petrochemie in Millionen Tonnen CO2-Äquivalent (Abkürzung: Mte)
MWV
Abkürzung für den Mineralölwirtschaftsverband e.V., Hamburg. Institution zur Wahrnehmung und Förderung der allgemeinen, ideellen und wirtschaftlichen Interessen seiner Mitglieder; insbesondere gegenüber den wirtschaftlichen Vereinigungen und Körperschaften des öffentlichen Rechts.

