Glossar
E10
E10 ist die Bezeichnung für die 10-prozentige Beimischung von Ethanol zu herkömmlichen Kraftstoffen.
E85
E85 ist die Bezeichnung für die 85-prozentige Beimischung von Ethanol zu herkömmlichen Kraftstoffen. E85 ist für den Einsatz in sogenannten Flexible Fuel-Fahrzeugen (FFV) entwickelt worden. Die Leistungsfähigkeit von E85-Kraftstoff ist um etwa 20 bis 30 % niedriger als bei herkömmlichen Kraftstoffen.
Effizienz
Bezogen auf Solarzellen, der Prozentsatz an Lichtenergie der von der Zelle in Elektrizität umgewandelt wird. Abhängig von der Zelltechnologie und der Produktionstechnik liegt die Effizienz in einem Bereich von mindestens 5 % bis etwa 20 % für Siliziumtechnologie.
Einfachzucker (siehe Monosaccharide)
Einspeisezähler
Spätestens seit der Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes in Deutschland müssen netzgekoppelte Photovoltaikanlagen mit einem Einspeisezähler ausgestattet werden. Er wird neben dem bereits vorhandenen Verbrauchszähler installiert und misst die von der Solarstromanlage produzierte und ins öffentliche Netz eingespeiste Strommenge in Kilowattstunden (kWh). Sie wird dem Netzbetreiber (in der Regel das örtliche Energieversorgungsunternehmen) vom Anlagenbetreiber (dem Besitzer der Solarstromanlage) in Rechnung gestellt.
Elektrische Spannung
Gemessen in Volt die elektrische Kraft zwischen zwei Punkten. Eine Spannung von 1 Volt führt dazu, dass 1 Ampere Strom bei einem Widerstand von 1 Ohm fließt. Die Gleichstrom-Spannung einer Silikon-Solarzelle beträgt etwa ½ Volt.
Elektroden
Teile der Zündvorrichtung am Ölbrenner. Die richtige Stellung der Elektroden ist für den sicheren Betrieb ausschlaggebend.
Hierbei muss beachtet werden:
Hierbei muss beachtet werden:
- Abstand der Elektrodenspitzen
- Höhe der Elektrodenspitzen über der Düsenachse
- Entfernung zwischen Einspritzdüse und Elektrodenspitzen.
Elektrofilter
Zum Entstauben von Abgasströmen können diese über Elektrofilter geleitet werden. Die in den Abgasen enthaltenen Staubpartikel werden hier in einem elektrischen Spannungsfeld aufgeladen, an Elektroden abgeschieden und somit aus den Abgasströmen entfernt.
Elektrolyse
Eine Methode zur Trennung verbundener Elemente oder Verbindungen dadurch, dass man Strom hindurch leitet.
Emissionen
Schadstoffe, die aus z.B. Schornsteinen in die Atmosphäre abgegeben werden und somit Luftverunreinigungen verursachen. Der erweiterte Begriff der Emissionen umfasst die gesamte Abgabe von festen, flüssigen und gasförmigen Stoffen, sowie von Geräuschen, Wärme, Licht und radioaktiver Strahlung an die Umgebung (siehe auch Bundesimmissionsschutzgesetz).
Emissionshandel (Emission Trading), international
Länderübergreifender Handel mit Emissionsrechten eines Staates, nachdem zuvor die Emissionen von Treibhausgasen in dem Land verbindlich begrenzt wurden. Dadurch soll Kapital in Länder gelenkt werden, wo Emissionen zu den geringsten Kosten vermindert werden können.
Emissionshandel (Emission Trading), Prinzip
In einem Emissionshandelssystem legt ein Land den nationalen Emissionsausstoß für einen bestimmten Zeitraum fest und teilt den teilnehmenden Unternehmen Zertifikate zu, wonach sie eine festgelegte Menge an Emissionen ausstoßen können. Der Anreiz für die Teilnehmer liegt darin, ihre festgelegte Emissionsgrenze zu unterschreiten und nicht genutzte Rechte an andere Teilnehmer zu verkaufen, die ihre Grenze überschreiten. Durch das System werden Treibhausgase dort reduziert, wo das zu den niedrigsten Kosten möglich ist. Außerdem wird die Forschung nach umweltfreundlichen Technologien gefördert. Als weltweit erster CO2-Emissionshandel startete das Emissionshandelssystem der EU (European Union Emissions Trading System, EU ETS) im Januar 2005.
Emulsion
Flüssige Mischung von nicht löslichen Stoffen wie z.B. Wasser in Mineralölen.
Endenergie
Energie, die dem Endverbraucher geliefert wird. Die Energiestatistik unterteilt diesen Bereich in die Sektoren Haushalt, Industrie und Verkehr. Die Endenergie steht dem Verbraucher nach Umwandlung der Primärenergie durch Kraftwerke, Raffinerien usw. zur Verfügung.
Energie
Das Vermögen, Arbeit zu leisten; der Dimension nach ist Energie eine Arbeitsgröße. Energie kann weder erzeugt noch zerstört, sondern nur umgewandelt werden, z.B. Wärmeenergie in mechanische Energie (Dampfmaschine). Einheiten für die Energie sind Joule (J) und Kilowattstunde (kWh).
Energiequellen
Vorkommen an Energieträgern. Sie werden eingeteilt in:
- erschöpfliche (z.B. Kohle, Torf, Erdöl, Ölschiefer, Erdgas, Uran)
- sich erneuernde (z.B. Holz, pflanzliche und tierische Abfälle, fließende Gewässer, Gezeiten, Windkraft sowie Erd- und Sonnenwärme).
Energieträger
Energieträger dienen entweder direkt oder durch Umwandlung zur Gewinnung von Energie. Demzufolge lassen sich die Energieträger in Primär- und Sekundärenergie einteilen.
- Primärenergieträger sind unter anderem Mineralöl, Steinkohle, Braunkohle, Erdgas, Holz
- Sekundärenergieträger sind unter anderem Benzin, Diesel, Heizöl, Strom, Fernwärme, Koks, Briketts
Energy Bioscience Institute (kurz: EBI)
(siehe Bio-Wissenschaftliches Energieforschungsinstitut)
Entparaffinierung
Das Entfernen von Paraffinen aus Mineralölprodukten zur Verbesserung des Kälteverhaltens. Sie wird durchgeführt durch Ausfrieren bzw. mit Hilfe von Lösungsmitteln mit anschließender Filtration.
Entschwefelung
Die Entschwefelung der meisten Mitteldestillate ist notwendig, da diese mehr oder weniger Schwefel enthalten. Bei der Destillation gehen die verschiedenen Schwefelverbindungen entweder in die Destillate über oder sie verbleiben im Destillationsrückstand. Damit die Endprodukte aus Umweltschutzgründen möglichst schwefelfrei sind, werden sie vorher in verschiedenen Wasch- und Umwandlungsverfahren behandelt.
Entstickung
Bei der Verbrennung von Kohlenwasserstoffen entstehen Abgase, die u.a. Stickstoffoxide (NOx) enthalten. Stickstoffoxide tragen in Verbindung mit Wasser zur Versauerung von Böden bei und sind zudem ursächlich an der Entstehung bodennahen Ozons beteiligt. Bei der Entstickung werden die Abgasströme über spezielle Katalysatoren geleitet und auf diesem Wege die Stickstoffoxide in Stickstoff (Hauptbestandteil der Luft) und Wasser umgesetzt.
Erdgas
Erdgas kommt in Rohöllagerstätten als sogenanntes Erdölgas oder in gesonderten Erdgaslagern vor. Während der Hauptbestandteil des Erdgases Methan (CH4) ist, enthalten die Erdölgase neben Methan, Aethan und Propan noch höhere Kohlenwasserstoffe, die durch Druckverfahren mit anschließender Abkühlung als Leichtbenzin gewonnen werden können. In den letzten 15 Jahren hat das Erdgas in den alten Bundesländern das ursprünglich gebräuchliche Kokereigas fast völlig verdrängt. Es wird als Brenngas im kommunalen und industriellen Bereich eingesetzt. Derzeit wird erforscht, Erdgas als Treibstoff für Kraftfahrzeuge einzusetzen.
Erdöl
Kohlenwasserstoffgemische stark wechselnder Zusammensetzung, mit Schwefel, Stickstoff und Spurenelementen in natürlicher Lagerung in Schichtgesteinen. In der Mineralölindustrie wird hierunter das rohe Erdöl verstanden, wie es bei der Förderung an die Erdoberfläche gelangt. Vor der Weiterleitung wird das Erdöl von Verunreinigungen wie Sand, Salz und Wasser gereinigt. Durch eine Destillation wird das Erdöl von vorhandenen Erdölgasen befreit. Die auf der Welt vorkommenden Erdölsorten sind in ihrer Qualität je nach Fördergebiet sehr unterschiedlich.
Erdölbevorratungsverband (kurz: EBV)
Eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Übernimmt seit dem 1. Dezember 1978 die gesetzlich vorgeschriebene Bevorratungspflicht für Mineralölproduzenten und Mineralölimporteure (siehe auch Bevorratung).
Erdölförderung
Hierunter versteht man die Förderung aus Erdöllagerstätten bis zur Lagerung in Erdölsammelstationen im Fördergebiet.
Erdölsuche (siehe auch Exploration)
Bezeichnung für die Gesamtheit der Maßnahmen, die zur Erschließung von Erdöllagerstätten angewendet werden.
Erneuerbare-Energien-Gesetz (kurz: EEG)
Das EEG trat am 01.04.2000 in Kraft. Es regelt die Abnahme und die Vergütung von ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen gewonnenen Strom durch Versorgungsunternehmen, die Netze für die allgemeine Stromversorgung betreiben (Netzbetreiber). Der Deutsche Bundestag hat am 27.11.2003 ein Photovoltaik-Vorschaltgesetz zum EEG verabschiedet. Es trat am 1.1.2004 in Kraft und regelt die Vergütung für Solarstrom aus unterschiedlichen Anlagen: Erzeuger von Solarstrom erhalten 45,7 Cent pro kWh als Grundvergütung. Dies gilt auch für große Freiflächenanlagen, soweit sie sich im Bereich eines Bebauungsplans befinden. Für Solaranlagen auf Gebäuden erhöht sich die Vergütung (pro kWh): um 11,7 Cent bis 30 kW Leistung, bis 100 kW um weitere 8,9 Cent und bei mehr als 100 kW um nochmals 8,3 Cent. Zusätzlich gibt es einen Bonus von 5 Cent pro kWh für fassadenintegrierte Anlagen. Finanziert wird die Förderung über eine bundesweite Umlage auf alle Stromkunden in Höhe von rund 0,35 Cent pro kWh (2004).
Ester
Eine organische (Kohlenstoff-basierte) Verbindung, die durch Mischung von Säure und Alkohol entsteht.
Ethanol
Ethanol (Ethylalkohol, Siedepunkt 78 °C) ist Trinkalkohol. Grundsätzlich geeignet als Kraftstoffkomponente.
Ethylen
Ethylen wird in Olefin-Anlagen durch Steamcracken aus Rohbenzin, Flüssiggas oder Mitteldestillaten hergestellt. Es dient im Wesentlichen zur Erzeugung der Polyethylen-Kunststoffe.
Ethyltertiärbutylether (kurz: ETBE)
Ethyltertiärbutylether wird aus Ethanol und Isobuten hergestellt. Es wird analog zu Methyltertiärbutylether (kurz: MTBE) zur Verbesserung der Klopffestigkeit dem Ottokraftstoff zugesetzt. Gegenüber MTBE wird vor allem der Einsatz von Bioethanol als Vorteil gesehen, wohingegen Methanol für MTBE vorwiegend aus fossilen Rohstoffen erzeugt wird.
Exploration
Exploration ist die Suche nach Erdöl oder Erdgas.
Explorationsbohrung
Eine Explorationsbohrung ist eine Bohrung in einem Gebiet, in dem noch keine Öl- oder Gasvorkommen nachgewiesen wurden.
Extractive Industries Transparency Initiative (kurz: EITI)
Die EITI ist die die Transparenzinitiative der Rohstoff gewinnenden Industrie. Die EITI international anerkannte Transparenzmaßstäbe im Öl-, Gas- und Bergbausektor entwickelt. Mehr als 20 rohstoffreiche Länder haben sich zur Implementierung von EITI verpflichtet. Die EITI-Standards gelten inzwischen als Benchmarks für eine verbesserte Transparenz in den ölproduzierenden Ländern.
Extreme Pressure (kurz: EP) Hochdruckzusätze
Zinkdialkyl-Dithiophosphate, Trikresylphosphate, organische Phosphate, Chlor-, Schwefel- und Stickstoffverbindungen (chlorhaltige Hartparafine, Bleiseifen und Naphthenate) usw., zur Erhöhung des Lastaufnahmevermögens und zur Herabsetzung des Verschleißes im Mischreibungsgebiet werden Getriebeölen, Motorenölen, Hydraulikölen, Metallbearbeitungsölen usw. EP-Additive zugesetzt. Die Wirkung beruht auf Bildung von Oberflächenschichten (Metallschichten), die im Mischreibungsgebiet möglichst das Verschweißen der Rauhigkeitsspitzen verhindern sollen und möglichst ein Gleiten der sich aufeinander bewegenden Metalloberflächen ohne Verschleiß erreichen soll. Gleichzeitig ist eine Reibungsverminderung erwünscht.
Extreme Pressure (kurz: EP) Schmierstoffe
Bezeichnet Schmieröle oder Schmierfette, die Extreme Pressure (EP)-Wirkstoffe (polare oder metallaktive Zusätze bzw. Festschmierstoffe usw.) enthalten, um ein höheres Lastaufnahmevermögen zu ermöglichen. Dies sind z.B. Motoröle, Getriebeöle, Hypoidgetriebeöle, Hydrauliköle, Schneidöle usw.

