Glossar
Carbon Capture and Storage (CCS)
CCS ist eine neuartige Technologie, bei der Kohlendioxid (CO2) bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern eingefangen und unter der Erde eingelagert wird.
CCS besteht aus einem dreistufigen Prozess: die Abscheidung (Sequestration), den Transport und die Speicherung von CO2.
Die BP Gruppe erforscht CCS bereits seit einigen Jahren in verschiedenen Pilotprojekten weltweit. Erfahren Sie hier dazu mehr.
Cargo
Schiffsladungen, die eine bestimmte Größenordnung erreichen. Üblicherweise handelt es sich im Mineralölproduktenhandel um Mengen von mehr als 10.000 t.
Certified Emissions Reduction (kurz: CER)
Zertifikat gemäß den Regelungen des Kyoto-Protokolls oder anders ausgedrückt: gemäß Clean Development Mechanism (siehe dort)
Cetanzahl
Die Cetanzahl ist das Maß für die Zündwilligkeit des Dieselkraftstoffes. Je größer die Cetanzahl desto zündwilliger ist der Dieselkraftstoff. Für heutige Motoren werden Cetanzahlen von mindestens 51 benötigt.
Clean Development Mechanism (kurz: CDM)
Industrieländer, die mit der Ratifizierung des Kyoto-Protokolls konkrete Minderungszusagen eingangen sind, können in Projekte zur Treibhausreduzierung in Entwicklungsländern ohne Minderungsverpflichtungen investieren. Die erreichten Emissionssenkungen werden den finanzierenden Ländern gutgeschrieben.
Cloudpoint
Darunter versteht man die Temperatur, bei der sich bei Abkühlung paraffinhaltiger Öle das darin enthaltene Paraffin beginnt auszuscheiden (Flockenbildung). Bei der Installation von Lagerbehältern und Leitungen ist daher unbedingt auf Frostsicherung zu achten, da sich sonst Pumpen, Filter oder auch die Leitungen durch die Flockenbildung im Heizöl bei entsprechend niedrigen Temperaturen zusetzen können.
CO2 (siehe auch Kohlendioxid)
Abkürzung für Kohlendioxid
CO2-Fußabdruck (englisch: Carbon Footprint)
Beschreibt die CO2-Bilanz beispielsweise bei der Produktion oder eines Prozesses. Wird auch verwendet, um die CO2-Bilanz von privaten Haushalten auszudrücken.
Mehr dazu im BP Energielabor.
Mehr dazu im BP Energielabor.
CO2-neutral
Etwas wird als CO2-neutral bezeichnet, wenn es genau so viel CO2 absorbiert wie es abgibt.
CO2-Sequestrierung (siehe Sequestrierung/Sequestration)
CO2e (siehe auch kte, Mte)
Abkürzung für CO2-Äquivalent
Coker
Schwere Rückstände aus den Destillationsanlagen werden im Coker zu leichteren Produkten wie z.B. Gasen, Benzin und Petrolkoks umgewandelt. Das Einsatzprodukt wird unter Druck auf 500 °C erhitzt. In nachgeschalteten Verkokungskammern bildet sich Koks. Das Füllen einer Kammer dauert ca. 24 Stunden. Petrolkoks kann direkt als Brennstoff verkauft werden. Kalzinat, das ist Petrolkoks, dem die flüchtigen Kohlenwasserstoffreste entzogen wurden, dient zur Herstellung von Elektroden.
Conradson
Maßeinheit für den Verkokungsrückstand bei Heizölen in Gewichtsprozent. Der Verkokungsrückstand wird dadurch festgestellt, dass eine bestimmte Menge Heizöl unter Luftabschluss "verkokt" wird. Der sich nicht verflüchtigende Bodensatz ist dann der Verkokungsrückstand.
Cracker (englisch: to crack = aufbrechen)
Ein Cracker ist eine Anlage, in der Kohlenwasserstoff-Moleküle mit Hilfe von hoher Temperatur (über 360 °C) gespalten werden. Auf diese Weise entstehen aus festen oder zähflüssigen Produkten leichtflüssige Produkte oder aus leichtflüssigen Produkten Gase. In der Petrochemie ist Cracker ein Synonym für Olefin-Anlage (siehe auch Olefin-Anlage).
Crackgas
Bezeichnung für die bei Crackprozessen anfallenden gasförmigen Kohlenwasserstoffe. Sie finden Verwendung u.a. als Ausgangsprodukte in der chemischen Industrie.
Crackverfahren
In der Raffinerie angewendete Techniken, mit denen größere und schwerere Kohlenwasserstoffmoleküle in kleinere und leichtere gespalten werden. Man unterscheidet im Wesentlichen folgende Verfahren:
- Thermisches Cracken (hohe Temperaturen und hoher Druck)
- Katalytisches Cracken (Katalysator, niedrige Temperatur)
- Hydrocracken (Katalysator, Wasserstoffatmosphäre)
- Steamcracken (Dampf)
crude oil
Englische Bezeichnung für Rohöl; crude oil ist bereits von Wasser, Salz und Gasen gereinigtes Erdöl. Im internationalen Handelsverkehr wird häufig nur die Abkürzung crude benutzt (siehe auch Erdöl).
Cumol
Cumol ist eine Verbindung aus Benzol und Propylen. Es wird zur Herstellung von Aceton (Verwendung u.a. als Lösungsmittel) und Phenol (Verwendung u.a. als Harze und Plaste) gebraucht.
Cumolanlage
Aus dem Benzol der Aromatenanlage und dem Propylen der Olefin- und FCC-Anlage wird Cumol erzeugt. Bei einem Druck von ca. 30 bar und einer Temperatur von rund 200 °C findet in der Cumolanlage ein katalytischer Prozess unter Einwirkung von Phosphorsäure statt. Das gewonnene Cumol wird in verschiedenen Destillationsstufen zu 99,8 % reinem Cumol veredelt. Nach der Weiterverarbeitung zu Phenol erreicht es den Endverbraucher in Kunstfasern wie z. B. Nylon.

