Kommentar: BP und "post-Kyoto" oder: Was tut BP für den Klimaschutz?
"Die Herausforderung besteht also darin, im 21. Jahrhundert bei beschleunigtem Bevölkerungswachstum für Milliarden von Menschen ähnliche Möglichkeiten für eine Entwicklung ihrer Gesellschaft und Wirtschaft zu gewährleisten, die den Industriestaaten im letzten Jahrhundert vergönnt war."
Redner : Dr. Uwe Franke
Datum der Rede : 01. Februar 2008
Ort der Rede : Bochum
Titel : Vorstandsvorsitzender Deutsche BP AG
Datum der Rede : 01. Februar 2008
Ort der Rede : Bochum
Titel : Vorstandsvorsitzender Deutsche BP AG
Kommentar von Dr. Uwe Franke
Es gilt das gesprochene WortDas Thema Klimawandel und damit auch und vor allem die Frage nach den Auswirkungen des menschlichen Energieverbrauchs ist aus unserer Sicht die zentrale Herausforderung unseres Jahrhunderts.
Wir bei BP haben das seit langem erkannt und seit 1997 auf unsere Agenda gesetzt. Der Grund dafür ist sehr einfach: Wir wollen und müssen als Energieunternehmen, dessen Ziel nachhaltige Energieversorgung ist, unsere Geschäftstätigkeit den Anforderungen des Klimawandels anpassen.
BP hatte sich analog Kyoto schon 1997 das Ziel gesetzt, ihre eigenen Treibhausgas-Emissionen bis 2012 zu reduzieren: 10 Prozent niedriger als 1990.
Dieses Ziel wurde vorzeitig 2001 erreicht. 2002 gaben wir uns daher ein neues Ziel: Trotz steigenden Energiebedarfs und eines ambitionierten Wachstums unserer Geschäftstätigkeit wollen wir bis 2012 keine Erhöhung des Emissionsniveaus aus unseren Aktivitäten.
50 Prozent der sonst zu erwartenden Steigerung der Emissionen sparen wir durch Erhöhung unserer Energie-Effizienz ein, die andere Hälfte durch eine Reduzierung der Kohlenstoffe in unseren Produkten.
Außerdem unterstützen wir den EU-Emissionshandel als ein effektives Markt-System zu Vermeidung von Emissionen. Schließlich haben wir mit unserem eigenen Emissionshandel 1998 bis 2001, dem ersten firmeneigenen weltweit, bereits gute Erfahrungen gemacht.
Aber all das wird erbracht noch in der Zeit des Kyoto-Protokolls bis 2012. Was passiert danach?
Zunächst einmal: Unsere Produkte sind unverzichtbar für die Menschen.
Wir alle brauchen Energie, Licht, wir wollen Auto fahren, wir müssen unsere Wohnungen heizen, unsere Lebensmittel kühlen und die Wirtschaft benötigt Energie für ihre Produktion.
Wir wissen aber auch, dass das Industriezeitalter durch die Verbrennung fossiler Energieträger gekennzeichnet und dass die Durchschnittstemperatur in den letzten 150 Jahren gestiegen ist im 20. Jahrhundert um 0,6 Grad Celsius.
Es spricht vielfältiger wissenschaftlicher Beweis dafür, dass die Nutzung von Kohle, Öl und Gas durch den Menschen und die von ihm geschaffene Industrie eine der wesentlichen Ursachen hierfür sind.
Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre ist seit Beginn der Messungen vor über 100 Jahren von 280 parts per million (kurz: ppm) auf heute 373 ppm gewachsen.
Dennoch: Öl und Gas und nicht zu vergessen Kohle werden noch für lange Zeit unser Energiesystem prägen und auch den bis 2030 erwarteten Zuwachs des weltweiten Energieverbrauchs um etwa 60 Prozent zu einem wesentlichen Teil abdecken müssen.
Die Erneuerbaren Energien haben selbst bei großzügigster Förderung in den Industrieländern in den nächsten 20 bis 30 Jahren noch nicht das Potenzial, zum Rückgrat unserer Energieversorgung zu werden.
Dabei ist der erhöhte Energiebedarf für sich genommen nichts Schlechtes. Vergessen wir nicht: Im letzten Jahrhundert ist der Lebensstandard weltweit um das Fünffache gestiegen, obwohl die Erdbevölkerung gleichzeitig um 4,5 Milliarden Menschen und die durchschnittliche Lebenserwartung um 20 Jahre zugenommen hat.
Diese Verbesserungen wurden durch den vielfältigen Einsatz von Energie überhaupt erst möglich. (...)
Es spricht vielfältiger wissenschaftlicher Beweis dafür, dass die Nutzung von Kohle, Öl und Gas durch den Menschen und die von ihm geschaffene Industrie eine der wesentlichen Ursachen hierfür sind.
Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre ist seit Beginn der Messungen vor über 100 Jahren von 280 parts per million (kurz: ppm) auf heute 373 ppm gewachsen.
Dennoch: Öl und Gas und nicht zu vergessen Kohle werden noch für lange Zeit unser Energiesystem prägen und auch den bis 2030 erwarteten Zuwachs des weltweiten Energieverbrauchs um etwa 60 Prozent zu einem wesentlichen Teil abdecken müssen.
Die Erneuerbaren Energien haben selbst bei großzügigster Förderung in den Industrieländern in den nächsten 20 bis 30 Jahren noch nicht das Potenzial, zum Rückgrat unserer Energieversorgung zu werden.
Dabei ist der erhöhte Energiebedarf für sich genommen nichts Schlechtes. Vergessen wir nicht: Im letzten Jahrhundert ist der Lebensstandard weltweit um das Fünffache gestiegen, obwohl die Erdbevölkerung gleichzeitig um 4,5 Milliarden Menschen und die durchschnittliche Lebenserwartung um 20 Jahre zugenommen hat.
Diese Verbesserungen wurden durch den vielfältigen Einsatz von Energie überhaupt erst möglich. (...)



