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In Salah – das CCS-Pilotprojekt in der algerischen Wüste |
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Das CCS-Lagerungsprojekt In Salah liegt im algerischen Teil der Sahara. Bis zur nächsten Siedlung sind es über 150 Kilometer und fast 500 Kilometer bis zur nächsten Stadt – Hassi Messaoud.
Im Winter rutschen die Temperaturen unter den Gefrierpunkt und im Sommer werden Spitzentemperaturen von über 50 Grad Celsius erreicht. Genau hier erforscht BP gemeinsam mit dem algerischen Mineralölkonzern Sonatrach und der norwegischen Erdölgesellschaft Statoil seit 2004 die dauerhafte Speicherung von jährlich rund einer Million Tonnen CO2 in unterirdischen Gesteinsschichten. Das entspricht in CO2-Äquivalenten dem Ausstoß von 250.000 Kraftfahrzeugen oder der Pflanzung einer 200 Quadratkilometer großen Waldfläche. Mit diesem Pilotprojekt werden in großtechnischem Maßstab Daten und Erfahrungen zusammengetragen, die auch für die weitere Entwicklung der CCS-Technik mitentscheidend sind.
Insgesamt umfasst In Salah die Erschließung von sieben Gasfeldern. Seit 2004 werden die Gasvorkommen der drei Felder Krechba, Tegentour und Reg abgebaut. Ihre Vorräte liegen bei rund 160 Milliarden Kubikmetern Erdgas. Das Projekt wird in einigen Jahren auf die vier weiteren Felder ausgedehnt. Nach der Förderung wird das Erdgas zunächst entwässert und dann für den europäischen Markt aufbereitet. Dazu wird die CO2-Konzentration des Erdgases, die zwischen fünf bis neun Prozent beträgt, mithilfe einer wiederverwendbaren Aminlösung auf unter 0,3 Prozent reduziert. Statt das abgetrennte CO2 in die Atmosphäre zu leiten, werden täglich rund 1,4 Millionen Kubikmeter CO2 verdichtet und knapp zwei Kilometer tief zurück in die geologische Falle gepumpt, aus der es ursprünglich stammte. Dort lagerte es vor dem Abbau bereits für mehr als 20 Millionen Jahre. Allerdings wird das CO2 in eine salzhaltige Wasserschicht unterhalb der Erdgaslagerstätte eingeleitet.
Zudem werden mithilfe von seismischen Bildgebungsverfahren die unterirdischen Bewegungen des CO2 in der Gesteinsformation überwacht. Sie geben Aufschluss darüber, wie sich das CO2 über die langfristige Lagerung in der Lagerstätte verhält. Außerdem wird das Gebiet oberhalb der Lagerstätte auf seinen CO2-Gehalt untersucht, um etwaige Leckagen zu erkennen.
BP rechnet damit, dass über die gesamte Laufzeit des Projekts in In Salah 17 Millionen Tonnen CO2 nach der Förderung abgeschieden und unterirdisch eingelagert werden. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse helfen, die CCS-Technik weiterzuentwickeln und zukünftig in anderen Teilen der Welt mit ähnlichen geologischen Gesteinsformationen wie in Nordwest-Europa, China oder den USA anzuwenden. Im Blickpunkt stehen dabei Fragen zur Sicherheit, Wirksamkeit und dem rechtlichen Rahmen des Verfahrens sowie der erhöhte Energieaufwand, der durch die Verdichtung und Einleitung des CO2 anfällt, soweit wie möglich zu reduzieren. |
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