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Transport von CO2

 
Nur selten befinden sich geeignete CO2-Speicherstätten in direkter Umgebung der Kraftwerke. Deshalb wird das verflüssigte CO2 nach der Abscheidung über Pipelines oder per Schiff, Bahn oder Lkw zur unterirdischen Lagerstätte weitertransportiert.
Pipelines haben einen entscheidenden Vorteil: Sie können kontinuierlich große Mengen CO2 über lange Strecken befördern. Zudem überzeugen sie in Bezug auf Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit. So entsteht kein zusätzliches Transportaufkommen auf Straßen und Wasserwegen. In den USA werden seit über 30 Jahren CO2-Rohrleitungen betrieben und haben sich als sicher erwiesen.

Genauso wie heute verflüssigtes Erdgas (LNG, Liquefied Natural Gas) über lange Strecken per Schiff transportiert wird, lässt sich auch CO2 als Massengut verfrachten. Bei einem CO2-Transport über Wasserstraßen würden pro Kraftwerk nur rund 300 Schiffsladungen jährlich anfallen, der Zugang zum Wasserweg müsste allerdings gewährleistet sein. Zusätzlich müssten spezielle Be- und Entladeterminals in Kraftwerksnähe gebaut werden. Der Schiffstransport eignet sich also nur, wenn große Entfernungen zu überbrücken sind. Laut Weltklimarat IPCC rechnet sich der Seeweg erst ab einer Entfernung von mehr als 1.000 Kilometern gegenüber einer Pipeline. Der Aufbau einer solchen CO2-Infrastruktur ist kostenintensiv und in Deutschland auch im Hinblick auf die Sicherheit mit vielen Planungs- und Genehmigungsprozessen verbunden.